Wissenswertes über Gänsefleisch

Gänse werden hierzulande nicht das ganze Jahr über geschlachtet, sondern nur von August bis Dezember. Und ohne Zweifel ist die Hochsaison für frisches Gänsefleisch ab St. Martin im November und endet nach Weihnachten.

Dass uns Gänsefleisch so köstlich schmeckt, liegt nicht zuletzt am reichlich enthaltenen Fett. Es ist fettreicher und kalorienhaltiger als andere gängige Geflügelarten, was allerdings nicht heißt, dass es deswegen ungesund ist. Das Fett der Gans enthält beispielsweise einfach ungesättigte Fettsäuren, die zu den sogenannten guten Fetten zählen. Wer sich ab und an zu Festtagen eine Gans gönnt, braucht deswegen kein schlechtes Gewissen zu haben. Zumal weil eine Gans durchaus noch mehr als viele Kalorien zu bieten hat: Das dunkle und herzhafte Gänsefleisch liefert mit 23 mg beachtliche Mengen des Mineralstoffs Magnesium, der für Muskulatur und Nervensystem Bedeutung hat. Auch der Gehalt an Eisen, Vitamin A und einigen Vitaminen der B-Gruppe sind relativ hoch.

Falls Sie sich näher für die Inhaltsstoffe von Gänsen interessieren, finden Sie detailliertere Informationen in den Nährwerttabellen.

Wer es dennoch etwas fettärmer mag, kann entweder auf die fettärmere Gänsekeule zurückgreifen, oder man entfernt bei Bedarf vor dem Verzehr die Haut. Direkt unter der Haut ist der Fettanteil nämlich besonders hoch. Da ein Teil dieses Fettes beim Braten austritt, findet sich jedoch ein nicht unwesentlicher Teil davon in der Soße, die aus dem austretenden Fett zubereitet wird. Dieses lässt sich je nach Geschmack jederzeit während der Zubereitung abschöpfen.

Am besten sollte eine Gans weder zu jung noch zu alt sein. Optimal ist eine Aufzucht von 6-9 Monaten. Ist die Gans älter, wird das Gänsefleisch zäh; ist sie deutlich jünger, wurde sie zu schnell gemästet und bringt mehr Fett als Fleisch auf die Waage. Typischer Hinweis dafür ist eine sehr weiche und blasse Haut.

Gute Qualität erkennen Sie an einem zartrosa Schimmer der Haut und an einem intensiven, aber angenehmen und nicht penetranten Geruch.

Frisches Gänsefleisch guter Qualität hält sich im Kühlschrank problemlos 2-3 Tage, wenn man sie aus der Folienverpackung nimmt, trockentupft und locker in Papier wickelt.

Gänsefleisch gehört zum Geflügel und liefert dem Körper wichtige Nährstoffe. Allerdings ist Gänsefleisch kein schnelles Essen, da dieses immer langsam gebraten oder geschmort werden muss. Ansonsten wird es zäh und schmeckt nicht mehr.

Ein Geheimtipp für die Gans ist die Niedrigtemperatur-Methode, die allerdings Zeit braucht

Während man für eine 4 kg schwere Gans bei 200–220 °C etwa 4–5 Stunden rechnet, braucht man bei der Alternativmethode fast doppelt so lange. Wer diese Geduld aufbringt, wird dafür allerdings mit besonders zartem, saftigen Gänsefleisch belohnt.

So wird es gemacht

Den Backofen auf 120 °C einstellen und den Vogel im Bräter auf der untersten Schiene 6–7 Stunden braten. Nach 5 ½ Stunden Bratzeit die Gans auf ein Blech setzen und weiterbraten. Bratenfond durch ein Sieb, in einen Topf gießen, entfetten und die Sauce bei großer Hitze etwas einkochen lassen, binden und abschmecken. Nach 6 Stunden den Grill oder die Oberhitze einschalten und die Gans bei 250 °C knusprig-braun brutzeln lassen.

Aber Achtung: Behalten Sie den Festtagsbraten dabei im Blick, damit er nicht verbrennt!

Serviert mit den typischen Beilagen, den Knödeln und dem Blaukraut, steht dem Festschmauß jetzt nichts mehr im Weg.

Guten Appetit und frohes Fest!

 

Quelle: http://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/gaensefleisch